Aktien

Die Aktie ist die Mutter aller Wertpapiere. Mit einer Aktie erwerben Anleger einen Anteil an einem Unternehmen. Eine Aktie verbrieft einen Residualanspruch: Aktionäre haben ein Anrecht auf einen Anteil am Gewinn des Unternehmens.

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Nicht zuletzt aus diesem unternehmerischen Charakter resultiert die Eigenschaft der Aktie als chancenorientierteste Anlageklasse. Mit Aktien lassen sich in guten Börsenjahren sehr hohe Renditen erzielen. Selbst die Aktien von etablierten Großunternehmen (Blue Chips) können in einem Jahr um 50 Prozent und mehr steigen.

Umgekehrt ist aber auch das Verlustrisiko sehr groß. Anleger müssen in den immer volatileren Aktienmärkten mit herben Verlusten rechnen – auch dann, wenn es dem Unternehmen der „eigenen“ Aktie eigentlich sehr gut geht.

Teuer oder billig? Die Gretchenfrage am Aktienmarkt

Die starken Kursschwankungen am Aktienmarkt machen einen Großteil seines Reizes aus. Da Kursgewinne einen dementsprechend großen Anteil an den Gesamterträgen eines Aktieninvestments ausmachen, ist der Einstiegszeitpunkt besonders wichtig. Anleger versuchen deshalb mit verschiedenen Analysemethoden, die Verfassung des Marktes einzuschätzen und einen weiteren Verlauf zu antizipieren.

Sowohl die technische als auch die fundamentale Marktanalyse haben sich etabliert. Die Fundamentalanalyse versucht auf der Grundlage volkswirtschaftlicher (d.h. konjunktureller) und betriebswirtschaftlicher Größen auszumachen, ob der Aktienmarkt oder eine einzige Aktie bei einem bestimmten Kursniveau billig (unterbewertet) oder teuer (überbewertet) sind.

Zu den wichtigsten Ergebnissen der Fundamentalanalyse gehören Multiplikatoren. Der Gewinnmultiplikator KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) z.B. setzt den Kurs einer Aktie ins Verhältnis zum erwarteten Gewinn des kommenden Geschäftsjahres. Anleger vergleichen das KGV eines Marktes mit historischen Werten genauso wie mit dem KGV anderer Märkte. Die Theorie geht davon aus, dass ein Einstieg in den Markt bei niedrigen KGVs und ein Ausstieg bei hohen KGVs erfolgen sollte.
Das Kurs-Gewinn-Verhältnis ist nicht der einzige Multiplikator, dem Anleger in den einschlägigen Finanzmedien immer wieder begegnen. Gerade für langfristig orientierte Anleger und Investoren, die trotz der stets ungewissen Kursentwicklung sichere Einkünfte suchen, spielt die Dividendenrendite eine wichtige Rolle. Sie ergibt sich aus der Relation von Aktienkurs und angekündigter Dividendenausschüttung.

Die zweite große Disziplin bei der Marktanalyse ist die Technische Analyse. Sie fokussiert sich ausschließlich auf den Kurs einer Aktie und geht davon aus, dass darin alle relevanten Informationen enthalten sind. Gewinntrends oder Konjunktur spielen für Techniker keine Rolle. Dies ist für die kurzfristige binära optioner nicht anwendbar. (meiner Meinung nach)
Mit der technischen Analyse wird z.B. ermittelt, in welcher Art Trend sich ein Markt befindet – aufwärts und abwärts gerichtete Trends sind hier ebenso von Interesse wie Seitwärtstrends. Getreu der Techniker-Prämisse „The Trend is your friend“ wird versucht, aussichtsreiche Marktbewegungen in einem frühen Stadium zu identifizieren und umgekehrt rechtzeitig auszusteigen, wenn eine Korrektur oder ein größerer Abwärtstrend drohen.