So finden Sie einen guten Online-Broker
Ob Vermögensaufbau, langfristige Kapitalanlage oder kurzfristiges Trading: Ein Aktiendepot ist heute unerlässlich. Aktiendepots sind auf dem deutschen Markt in großer Zahl erhältlich: Klassische Hausbanken konkurrieren mit Online-Brokern und Trading-Dienstleistern. Welches Aktiendepot das Beste ist, hängt von den persönlichen Zielen ab.
Die Konditionen eines Brokers – also sein Angebot und die Preise dafür – lassen sich gut unterteilen in den aktiven Handel mit Wertpapieren (also Aktien, Optionen etc.), in Fonds und in strukturierte Anlageprodukte. Nicht jeder Broker bietet in jedem Segment die beste Lösung –vielmehr finden sich Spezialisten für jedes Gebiet.
Gebühren für die Führung eines Aktiendepots fallen bei aktiver Nutzung bei den meisten Anbietern nicht an. Wird über das Depot nicht aktiv gehandelt oder wird darauf ein zu geringer Kapitalstock unterhalten, können Spesen anfallen, die je nach Anbieter zwischen ca. 20 und etwa 150 Euro im Jahr liegen.
Aktiendepots: Gebühren unterscheiden sich erheblich
Beim Handel mit Aktien fallen bei den meisten Brokern verschiedene Entgelte an. Neben einer pauschalen Grundgebühr erheben die meisten auch eine volumenabhängige Provision. Dazu kommen ein Entgelt für den jeweiligen Börsenplatz und Fremdspesen (z.B. Maklercourtage oder Xetra-Kosten). Bei den meisten Aktiendepots ist dazu eine Mindest- und eine Höchstgebühr je Order vorgesehen.
Um ein Aktiendepot zu finden, das für das eigene Vorhaben so günstig ist wie möglich, sollten aktive Anleger zunächst das Volumen ihrer typischen Aufträge bestimmen. Einige Broker sind günstig für Orders im Bereich unter 10.000 Euro, andere wiederum punkten, wenn große Aufträge über je 50.000 Euro und mehr gehandelt werden. Dazu sollte abgeschätzt werden, wie viele Transaktionen im Kalendermonat getätigt werden. Bei vielen Aktiendepots wird ein Rabatt gewährt, wenn eine bestimmte Anzahl Trades getätigt wurde. Je nach Handelsfrequenz und Anbieter können das durchaus bis zu 30 Prozent sein.
Wer regelmäßig mit derivativen Finanzinstrumenten handelt, sollte bei der Wahl seines Aktiendepots Wert auf eine große Anzahl renommierter Handelspartner des Brokers achten. Bei diesen Handelspartnern handelt es sich zugleich um die Emittenten von Optionsscheinen, Zertifikaten etc. Über den Direkthandel kann dann zu sehr günstigen Konditionen mit diesen Partnern und ihren Produkten gehandelt werden – im Rahmen vieler Sonderaktionen sogar komplett ohne Ordergebühren.
Wertpapierdepot: Fondsanleger achten auf Rabatte und Sparpläne
Wer über sein Wertpapierdepot langfristige Kapitalanlagen tätigen oder kontinuierlichen Vermögensaufbau betreiben will, sollte auf die Konditionen für Investmentfonds achten. Die meisten Online-Broker bieten ihren Kunden zwischen 3.000 und 6000 Fonds zur Zeichnung an. Entscheidend sind die Konditionen: Der reguläre Ausgabeaufschlag der KAG (meist 5 Prozent) sollte so weit wie möglich rabattiert werden. Direktbanken bieten entweder alle ihrer Fonds oder einen großen Teil davon mit einem kontinuierlichen Rabatt von 50 Prozent auf den Ausgabeaufschlag an. Darüber hinaus finden sich auch Fonds, die ganz ohne Agio erworben werden können.
Sehr wichtig bei der Auswahl eines Aktiendepots sind auch die Konditionen für Sparpläne. Je nach Bank können bis zu 200 Fonds auch im Rahmen eines Sparplans ab 50 Euro im Monat erworben werden. Da regelmäßiges Sparen für die Vermögensbildung unerlässlich ist, gehört ein günstiges und möglichst breites Sparplan-Angebot zu einem guten Depot dazu. Bei Investmentfonds sollte ein großzügiger Rabatt auf den Ausgabeaufschlag gewährt werden und bei börsengehandelten Indexfonds (bei denen nie ein Agio anfällt) ist eine geringe Ausführungsgebühr wichtig. Diese liegt bei den meisten Brokern bei etwa 2,50 Euro pro Ausführung zuzüglich einer volumenabhängigen Provision.