Die Wahl des richtigen Online Brokers

Der deutsche Broker-Markt ist groß- mehr als ein Dutzend etablierte Anbieter sowie zahlreiche Forex- und CFD-Broker buhlen um die Gunst der handelnden Kundschaft. Auf dem umkämpften Markt ist die Neukundenakquise ein besonders wichtiges Thema: Broker bieten Free-Trade-Aktionen genauso an wie Tankgutscheine und Tagesgeldkonten mit Top-Verzinsung, um Trader anzuwerben.

Auch bei der Wahl des richtigen Online Brokers aber gilt, dass das Angebot mit den lautesten Versprechungen nicht immer das Beste ist. Welcher Broker sich eignet, hängt von den persönlichen Anlagezielen ab. In vielen Fällen ist es aus Kostengründen sogar ratsam, mehr als Depot zu führen. Der Grund: Die meisten Broker bieten in einer Disziplin Top-Konditionen, stehen dafür in anderen Bereichen hinter der Konkurrenz zurück.

Wer aktiv handelt, kommt um eine ausführliche Lektüre der Preis-Leistungsverzeichnisse verschiedener Broker nicht herum. Die Gebührenstrukturen sind oft sehr kompliziert und schwer vergleichbar. Die Angaben der Broker sind darüber hinaus oft intransparent gestaltet. Eine einfache Aktienorder beispielsweise kann sich aus sechs Gebühren-Posten zusammensetzen.

Darüber hinaus finden sich bei vielen Brokern Rabattmodelle, die Vieltradern erhebliche Einsparungen ermöglichen. Auch hier aber ist ein Blick ins Detail unerlässlich. Nicht nur die Höhe des Rabatts ist von Bedeutung, sondern auch die Bedingungen für die Einstufung eines Depots in eine Rabattstaffel.
Es reicht deshalb keinesfalls aus, sich beim Vergleich auf die laufenden Depotentgelte zu konzentrieren. Wird ein Broker-Vergleich ohne Rücksicht auf die individuellen Erfordernisse vorgenommen, ist er nutzlos.

Mehr als nur Ordergebühren: Zusatzleistungen Servicequalität ergänzen das Bild

Auch im Hinblick auf die Zusatzleistungen, die Broker ihren Kunden bieten, finden sich sehr große Unterschiede am Markt. Das gilt besonders für Tools, mit denen eigenständige Marktanalysen durchgeführt werden können. Noch immer beschränken sich einige Broker bei der Chartanalyse auf urzeitliche Lösungen, die nicht mehr bieten als das simple Übereinanderlegen zweier Liniencharts und bestenfalls noch die Kombination mit gleitenden Durchschnitten.

Andere Broker hingegen stellen ein kostenloses Komplettpaket für Chartisten zur Verfügung, mit dem sogar eigene Handelssysteme entwickelt und getestet werden können. Ähnlich groß sind die Unterschiede bei der Kursversorgung: Von einer vollständigen Beschränkung auf Kurse mit 15 Minuten Verzögerung bis hin zu einer kostenlosen Versorgung mit Realtime-Pushkursen ist alles vertreten. Wer derlei Angebote beim Broker-Vergleich nicht berücksichtigt, zahlt am Ende schnell drauf.

Ein weiteres sehr wichtiges Kriterium ist die Servicequalität. In diesem Punkt zeigen sich bei fast allen Brokern mehr oder minder große Schwächen. Die Servicequalität wird z.B. an der durchschnittlichen Dauer bis zur Antwort auf eine Mail-Anfrage oder die Erreichbarkeit der telefonischen Kundenbetreuung deutlich. Auch die Angebote zur Kommunikation mit dem Help-Desk (z.B. via Chat) müssen hier berücksichtigt werden.