Neben Banken und Brokern sind auch Finanzmakler und Fondsvermittler Anlaufstellen für viele Anleger. Die Eröffnung eines Aktiendepots über einen solchen Vermittler kann sich auch dann lohnen, wenn dessen Dienste gar nicht benötigt werden.
Der Grund: Wird ein Depot über einen Vermittler eröffnet, sind die Konditionen oft deutlich günstiger als bei einer Eröffnung direkt über beim Broker. Freie Fondsvermittler z.B. unterhalten Vertriebsvereinbarungen mit Brokern. Um den Kunden einen Mehrwert bieten zu können, gewähren die Broker Kunden, die von Vermittlern kommen, Sonderkonditionen.
Dabei kann es sich z.B. um ein erweitertes Rabattprogramm für die Ausgabeaufschläge von Fonds handeln. Einige Vermittler ermöglichen 100 Prozent Rabatt auf alle Ausgabeaufschläge, auch wenn der jeweilige Broker standardmäßig z.B. nur 50 Prozent vorsieht. Ein weiterer (zusätzlicher) möglicher Vorteil kann der Wegfall der Gebühren bei ETF-oder anderen Sparplänen sein.
Vermittler bewerben nicht alle möglichen Sonderkonditionen ganz explizit. Einige Vergünstigungen werden erst im Beratungs- oder Informationsgespräch eingesetzt, um den Kunden zur Depoteröffnung zu motivieren. Es lohnt sich deshalb, gezielt nach zusätzlichen Vergünstigungen zu fragen und ggfs. Auch zu verhandeln.
Online-Orders sind von den Vergünstigungen oft ausgenommen
Die Vergünstigungen sind mitunter allerdings auch mit Einschränkungen verbunden. Oft gelten vergünstigte Orderkonditionen nicht für Aufträge, die über die Online-Plattform der Bank erteilet werden. Vielmehr ist eine Auftragserteilung per Fax oder Brief erforderlich. Sofern es sich um Vergünstigungen auf Fondskäufe handelt, die längerfristigen Zielen dienen, ist dies allerdings kein Nachteil. Das gilt auch für Sparpläne, weil diese ohnehin langfristigen Zwecken dienen.
Die Depoteröffnung über Vermittler ist besonders für Fondsanleger eine Alternative. Die Ersparnis beim Kauf von Fonds lohnt sich schnell: Bei einer 10.000 Euro-Order und einem regulären Rabatt in Höhe von 5 Prozent auf den KAG-Agio müssten 250 Euro Ausgabeaufschlag gezahlt werden, die beim Vermittler gespart werden können. Bei Sparplänen kann ebenfalls gespart werden. Durch den Wegfall der Grundgebühr bei ETF-Sparplänen ist es z.B. möglich, eine vergleichsweise kleine Sparrate auf verschiedene Fonds zu verteilen.
Die vergünstigten Konditionen erklären sich durch das in der Finanzbranche übliche Provisionsmodelle: Vermittelt ein Fondsvermittler viele Kunden an eine Bank, zahlt ihm diese nicht nur insgesamt, sondern auch für jeden einzelnen Kunden mehr Geld. Dadurch lohnt es sich für den Vermittle, Kunden einen besonders großen Anreiz zur Depoteröffnung zu bieten.
Die Depoteröffnung über Fondsvermittler ist für Anleger nicht mit zusätzlichen Pflichten verbunden. Zwar wird in der Regel ein Beratungsgespräch angeboten, das aber bei mangelndem Interesse nicht wahrgenommen werden muss. Sofern die Sonderkonditionen für alle Fonds gelten (und nicht auf bestimmte Fonds beschränkt sind), besteht auch nicht die Gefahr, wegen möglicher Fehlanreize die eigenen (Anlage-)Ziele aus den Augen zu verlieren.
Das Cortal Consors Trader-Konto ist derzeit das beliebteste Depot - und dies aus gutem Grund: