Fonds

In Deutschland sind derzeit rund 6.500 Investmentfonds zum Handel zugelassen. Der Handel der Anteilsscheine ist in der Regel einmal pro Börsentag möglich. Das Chance-Risiko-Verhältnis eines Fonds hängt von dessen Ausrichtung ab.

Es gibt Fonds, die sehr konservativ und sicherheitsorientiert agieren und die Mittel der Anleger z.B. nur in Staatsanleihen bester Bonität mit kurzer Laufzeit investieren. Andere Fonds hingegen setzen voll auf die Aktienmärkte der Emerging Markets und investieren in Anteile an chinesischen, indischen, russischen oder brasilianischen Unternehmen.

Fonds zählen zu den wichtigsten Anlageinstrumenten für Privatanleger. Das Prinzip eines Investmentfonds ist einfach: Die Gelder vieler Anleger werden gesammelt und nach bestimmten Kriterien angelegt. Fonds können in Aktien genauso investieren wie in Anleihen oder andere Vermögenswerte.

Investmentfonds: Das Universum ist riesig

Um den richtigen Fonds für die eigenen Anlagezwecke zu finden, müssen Anleger die verschiedenen Kategorien kennen, in die Fonds unterteilt werden. Neben Aktien- und Rentenfonds existieren auch Mischfonds, Geldmarktfonds, Immobilienfonds und Dachfonds.
Die Klassifizierung eines Fonds allein auf Basis der Assetklasse, in die investiert wird, reicht bei Weitem nicht aus. Ein weiteres wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist z.B. die Größe der Unternehmen, die gemäß den Fondsanlagerichtlinien ins Portfolio aufgenommen werden. Large-Cap-Fonds investieren in Aktien von Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von 5 Mrd. Euro und mehr – sie setzen also im Wesentlichen auf Blue Chips.

Mid-Cap-Fonds investieren in Unternehmen mittlerer Größe: Die Marktkapitalisierung der Unternehmen im Portfolio liegt zwischen 0,5 und 5 Mrd. Euro. Small-Cap-Fonds wiederum investieren in kleinere Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von weniger als 0,5 Mrd. Euro.
Das Chance-Risiko-Verhältnis dieser drei Anlagekonzepte ist sehr unterschiedlich: Große Unternehmen bieten aufgrund ihrer Marktmacht, ihrer internen Diversifikation und den zumeist höheren Dividendenzahlungen mehr Stabilität als kleinere Unternehmen. Deren Aktien können bei guter Geschäftslage umgekehrt ausgesprochen hohe Gewinne ermöglichen.

Mit Fonds ein Vermögen aufbauen

Sehr viele Investmentfonds konzentrieren sich zudem auf eine bestimmte Region, die oft schon an der Bezeichnung des Fonds ersichtlich wird. So kann ein Fonds z.B. ausschließlich auf deutsche, US-amerikanische oder chinesische Aktien setzen. Regionale Ansätze (mit Regionen sind in diesem Zusammenhang Kontinente oder Wirtschaftsräume gemeint) existieren allerdings ebenso wie Fonds mit globaler Ausrichtung.

Fonds eignen sich nicht nur für Einmalinvestments. Über Sparpläne kann in kleinen, regelmäßigen Raten in ein breit diversifiziertes Portfolio investiert werden. Sparpläne besitzen eine besondere Eigenschaft: Durch den so genannten Cost Average Effekt werden die natürlichen Kursschwankungen zum Teil geglättet. Der Cost Average Effekt beschreibt, dass bei regelmäßigen Einzahlungsintervallen langfristig ein günstiger Durchschnittskurs erzielt wird, weil in Zeiten niedriger Kurse (bei konstanter Einzahlungshöhe) mehr Stücke erworben werden als bei hohen Kursen.