Forex

Forex (engl. „Foreign Exchange“) bezeichnet den Handel mit Währungen. Währungen werden stets in Paaren gehandelt, wie zum Beispiel der Euro gegen den US-Dollar (EUR/USD). An den Schwankungen des Devisenmarktes können seit rund 10 Jahren auch Privatanleger ohne Zugangsbarrieren partizipieren.

Die absoluten Kursveränderungen am Devisenmarkt sind im Vergleich zu denen an den Aktien- und Rentenmärkten gering. Deshalb kommt im „Forex Trading“ ein zumeist sehr großer Finanzhebel zum Einsatz. Anleger handeln über die Plattformen spezialisierter Forex Broker mit dem bis zu 400fachen ihres Einsatzes. Das Prinzip eines Währungsgeschäfts lässt sich wie folgt erklären: Will ein Anleger auf einen steigenden Wert des Euros gegenüber dem US-Dollar setzen, verschuldet er sich in Dollar und legt den aufgenommenen Kredit in Euro an. Geht seine Rechnung auf und steigt der Wert des Euros gegenüber dem Dollar, muss zur Rückzahlung des Kredits nicht die gesamte Euro-Anlage wieder zurückgetauscht werden, weil ein Teil davon verbleibt. Dieser Teil ist der Profit.

Im Forex Trading werden solche Geschäfte in Bruchteilen von Sekunden abgeschlossen. Der Großteil des Transaktionsvolumens wird dabei fremdfinanziert. Daraus resultiert eine sehr große Hebelwirkung, die hohe Gewinne auch bei kleinen Kursbewegungen ermöglicht. Umgekehrt ist Forex Trading mit einem erheblichen Verlustrisiko verbunden.

Steht der Wechselkurs des Euro zum Dollar z.B. bei 1,3050 (Devisenkurse werden stets mit vier Nachkommastellen, so genannten Pips, angegeben), kann ein Anleger 100.000 Einheiten (in Euro gerechnet) des Währungspaars kaufen und auf einen Anstieg des Euros setzen. Ein Kursanstieg um ein Prozent auf 1.3180 führt bei der Auflösung der Position zu einem Erlös in Höhe von 101.000 Euro.
Der prozentuale Gewinn fällt jedoch deutlich höher aus, weil beim Forex Trading nur ein geringer Teil der Position mit Eigenkapital unterlegt werden muss. Verlangt der Forex Broker z.B. eine Sicherheitsleistung in Höhe von 1 Prozent, verdoppelt sich im obigen Szenario der Einsatz. Umgekehrt erleidet ein Anleger einen Totalverlust, wenn sich der Kurs um ein Prozent in die entgegengesetzte Richtung entwickelt.

Die geringen Kapitalanforderungen machen Forex Trading zu einer interessanten Alternative für spekulative Anleger, die durch kurz- und mittelfristig angelegte Geschäfte Geld verdienen wollen. Auf dem deutschen Markt erhalten Anleger bei fast allen gängigen Forex Brokern ein Komplettpaket für den Handel am Währungsmarkt. Die Broker stellen Plattformen zur Verfügung, über die nicht nur die Transaktionen und die Kontoführung erfolgen, sondern über die auch Chartanalysen durchgeführt und News abgerufen werden können.
Die Kosten beim Handel am Devisenmarkt sind moderat. Kommissionen und Account-Gebühren fallen in der Regel nicht an. Die Broker (die oft als Market Maker auftreten) generieren ihre Profite aus der Geld-Brief-Spanne, die zwischen An- und Verkaufspreis liegt.